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„Jägerinnen“

 

Pilzwanderung der Jägerinnen

am 11.09.2016

 



An einem wunderschönen Sommertag trafen sich 17 Erwachsene und 5 Kinder mit Herrn Heilingbrunner vom BRK-Zentrum, einem Pilzexperten  in der Parkstadt nahe des Waldkindergartens zu einer Pilzwanderung.

 

Zu Beginn bekamen wir eine Einführung zum Thema: „Was ist eigentlich alles ein Pilz“. Herr Heilingbrunner reichte hierzu einen Hefewürfel, einen Camembert und eine Flasche Hefeweizen in der Runde herum. Auch einen in einer Plastiktüte selbstgezogenen Austernpilz samt Pilzgeflecht (Mycel) konnten wir so begutachten und bekamen schon in der ersten halben Stunde sehr viele neue Erkenntnisse über Pilze mitgeteilt: z.B. dass grundsätzlich alle Pilze roh giftig (mal mehr, mal weniger) sind und sogar bei übermäßigem Verzehr krebserregend sein könnten und dass es keine große Rolle spielt, ob man den Pilz beim Sammeln herausdreht oder abschneidet.

 

Anschließend machten wir uns auf in Richtung Waldkindergarten und suchten uns einen Fichtenbestand, in der Hoffnung, dort trotz der starken Trockenheit der letzten Wochen, ein paar essbare Exemplare zu finden.

 

Leider waren es nur ein paar Pilze wie Stilstäubling (von den Kindern auch „Puffpilz“ genannt), den nach Rettich riechenden Rettichhelmling, grünblättrigen Schwefelkopf, Täublinge (die wie ein Apfel brechen), Hallimasch und einen Baumpilz. Dabei erklärte uns der Pilzexperte auch gleich, wie man mit Funken und Zunderpilzen früher Feuer machen konnte.

 

Ganz besondere Aufmerksamkeit erregte ein sog. Gelbes Pilztier, das an einem abgestorbenen Baumstamm klebte und sich sogar fortbewegen kann.

 

Nach weiteren interessanten Neuigkeiten, wie manche Pilze zu ihrem Namen kamen oder dass Hexen und Pilze oft miteinander in Bezug gebracht wurden, kam Herr Heilingbrunner zu dem Schlußwort, dass man Pilze erst mitnehmen sollte, wenn ALLE Merkmale wie Hut, Lamellen und Stil eindeutig zu identifizieren sind – also keine geschlossenen Pilze sammeln! Und wenn sie dann nicht in den Korb wandern, dann sollte man sie für die Tiere stehen lassen, denn längst nicht alle Pilze, die für uns ungenießbar sind, sind es auch für unsere Waldbewohner.

 

 

U.B.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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