Anschussseminar

 

 

Höchst professionell vorbereitet und durchgeführt war das Anschussseminar der Nachsuchenführer Doris Guggenberger-Stark, Erwin Leinfelder und Markus Riedelsheimer. In der Südzuckerkantine folgten rund 30 Jägerinnen und Jäger dem „Theoriepart“, unterstützt durch einen PowerPoint-Vortrag, der  gespickt war mit praktischen Erfahrungsberichten.

 

Dabei wurden hilfreiche Verhaltensweisen vermittelt und gezeigt, was es unbedingt zu beachten bzw. auch unbedingt zu vermeiden gilt. Verpönt sollte der Schuss auf Träger oder Schädel sein, da dieser doch allzu oft zu unsäglichen Pein beim beschossenen Stück führt. Dies wurde den Teilnehmern sehr eindrücklich (auch mit Bildern) vor Augen geführt. § 1 ist erstmal: die Nachsuche durch einen sicheren Schuss zu vermeiden. Und falls es doch einmal zu einem nicht optimalen Schuss kommen sollte - wurde detailliert auf die Anschusssuche eingegangen. Dabei wurde erläutert, wie eine Wildfährte entsteht und welche Pirschzeichen zu finden sein können.

 

Hier ist das richtige Verhalten des Schützen nach dem Schuss entscheidend falls  das Wild dennoch einmal krank abgehen würde. So gilt es erst einmal Spuren wie Schweiß, Knochensplitter, Schnitthaar, Kugelriss oder Kugeleinschlag zu finden, zu sichten und für die Nachsuche auszuwerten.

Dann ging es an den praktischen Teil. Dafür hatten die Nachsuchenführer, unterstützt durch Günter Stark beispielhafte Anschüsse vorbereitet, so dass von Knochensplittern bis hin zu Schnitthaar allerlei Pirschzeichen an den einzelnen Stationen zu finden waren.

 

Dabei wurde auch vermittelt, welche Nachsuchen mit dem eigenen Jagdhund gut zu bewältigen sind und in welchen Situationen auf einen Profi (Hund wie Führer) zurückgegriffen werden sollte.

 

Ungläubiges Erstaunen gab es, als es um die Streuwirkung unserer Jagdgeschosse ging. Dies ab Beispiel von Wild das vor aufgespannten Planen aufgehängt und beschossen wurde.

 

Die Splitterwirkung und Durchschlagskraft der verschiedenen Projektile ist verblüffend.

 

 

Die Teilnehmer waren sich einig:


- eine sehr gute, professionell gemachte Lehrstunde.

 

- (eigentlich) immer wieder eine Pflichtveranstaltung

 

- Schade war, dass nur wenige Jäger und Jägerinnen da waren, die ihren Jagdschein noch nicht so lange haben. Aber wahrscheinlich haben die solch ein Seminar bereits wo anders absolviert

 

 

R.O.