Hubertusmesse 2017

 

Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger. Es ist ein guter, jahrhundertealter Brauch das Fest von St. Hubertus mit einem feierlichen Gottesdienst zu begehen. Herbstlich und jagdlich durch den Hegering Donauwörth geschmückt war die Heilig-Kreuz-Wallfahrtskirche. Aufgeführt wurde von den Donauwörther Jagdhornbläsern, die siebenteilige „Donauwörther Jägermesse“ von Reiner Pfaffendorf. Pater Blasius Mayer spannte in seiner Ansprache den Bogen vom „maßvollen Jäger“ über den Jäger als Tierschützer bis hin zu dessen naturbewahrender Aufgabe. Der Geistliche betonte die Verantwortung der Jäger für Feld, Wald und Wild. „Die Legende um den Heiligen Hubertus hat nichts an Aktualität verloren“, sagt Robert Oberfrank, Jägervorsitzender des Altlandkreises. Sie erzählt von einem Adligen, der im Überfluss gelebt und den menschlichen Freuden übermäßig gefrönt hat. Dazu zählte auch die Jagd. Als er aber an einem Karfreitag wieder einmal zügellos jagen wollte, erschien ihm ein weißer Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihstangen. Dieses Erlebnis brachte ihn zur Vernunft. Hubert änderte sein Leben und wurde im Jahr 705 Bischof von Lüttich. Heute steht der Heilige für die waidgerechte Jagd, bei der es nicht allein um Abschuss und Beute geht, sondern um den Respekt vor der Schöpfung und das Verantwortungsbewusstsein für Natur und Tierwelt. Anlässlich des Hubertustages rufen die Vorstände des Jagdverbandes Albert Reiner und Robert Oberfrank dazu auf, unsere Wildtiere nicht zu Schädlingen zu degradieren, sondern Respekt vor unserer heimischen Tierwelt zu haben. Bayerns Jäger schützen, hegen und jagen aus Freude und Leidenschaft und aus Liebe zur Natur.“ Das alles findet nach den strengen Kriterien und Maßgaben statt, die im bayerischen und im Bundesjagdgesetz verankert sind und von den Jagdbehörden kontrolliert werden. Bayerns Jäger jagen in dem Bewusstsein, dass ein Zuviel an Wildtieren das Gleichgewicht ebenso bedroht wie ein Zuwenig. Hier sind sich die beiden Jägervorstände absolut einig: „Nur auf dieser Grundlage können wir die Schöpfung für die nächste Generation bewahren.

Auch Pater Mayer predigte von Unverhältnismäßigkeiten in unserer Zeit. Leben wir doch in Bayern in gesegneten Umständen. „Mancher von uns würde selbst im Schlaraffenland noch meckern“ – so der Geistliche.

Fünf Männer und Frauen erhielten bei dieser Gelegenheit den sogenannten „Jägerschlag“, der den Abschluss der Ausbildung zum Jäger besiegelt. Am Ende der Feier gaben die Jagdhornbläser Rain-Marxheim am Reichsstadtbrunnen ein Standkonzert.

Das Ganze ließen dann die Jäger im Gasthaus „Goldener Hirsch“ gemütlich ausklingen.

 

 

R.O.