Jahreshauptversammlung 2018

 



Wir sehen uns zwar manchmal im Kreuzfeuer der Kritik, doch wenn es darauf ankommt (z. B. ASP) sollen wir helfen. Auch wissen wir, dass neue Herausforderungen auf uns zukommen, doch wir sind keine "Schädlingsbekämpfer der Nation", als die uns manche gern sehen würden, so Jägervorsitzender Robert Oberfrank bei seiner Ansprache anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Wir erhalten, getreu unserem Slogan, Wild, Wald und Natur.

Nach der Begrüßung durch die Jagdhornbläser und dem Gedenken an die, 2017 verstorbenen Jagdkameraden eröffnete Robert Oberfrank die diesjährige Jahreshauptversammlung mit den 166 anwesenden Mitgliedern.

Grußworte der Stadt Donauwörth überbrachte Raimund Brechenmacher. Reinhold Bittner als stellvertretender Landrat ging in seiner Begrüßung auf die Ausbreitung und Auswirkungen der ASP ein und bat die anwesenden Jägerinnen und Jäger um tatkräftige Unterstützung. „Die folgen werden verheerend sein“ so sein Fazit.. Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler betonte ausdrücklich in seiner Begrüßung, dass die Staatsregierung den Beitrag der Jäger für den Naturschutz, für die Tradition, Brauchtumspflege und die Kultur sehr schätzt. Angriffe auf das bestehende Jagdrecht würden abgewehrt und man setze sich für die Abschaffung von Kosten, z.B. Trichinenbeschau, ein. Wolfgang Fackler traf mit seinen Worten die Seele der Jägerinnen und Jäger. In den Ausführungen von Robert Oberfrank griff dieser die Worte der Politiker auf. Im Rahmen seiner Präsentation forderte er zu Respekt vor Jagd, Wild und Jägern auf. Kritisiert wurde von ihm die romantische Verklärung des Wolfes sowie anderer großer Beutegreifer und diverse Missstände rund um Tier- und Naturschutz. Auch beim Thema "Muttertierschutz" i. R. der durch die ASP ermöglichten  Bachenabschusses  kannte er kein Pardon und warnte die Anwesenden davor, hier eine Straftat nach Tierschutz zu begehen. "Wir sind die Anwälte der Wildtiere" und "ohne uns geht es nicht" - so sein Credo.

Vizevorsitzender Albert Reiner zeigte in seiner Rückschau auf, was der Jagdverband 2017 alles getan hat. Bei der Vielzahl von Tätigkeiten und Veranstaltungen hob er insbesondere den Einsatz rund um die 5 tägige Donau-Ries-Ausstellung hervor. Ob Jägerinnen oder Jäger, Jagdhornbläser, Jägerchor, Standpersonal, Planung, Organisation, Auf- und Abbau - und vieles mehr, "hier war Einsatz gefordert", so seine Worte.

Schatzmeisterin Ulrike Brauner stellte die Mitgliederentwicklung und den Kassenbericht vor. Der auch heuer wieder mit einem Minus abschloss. Dies wurde kurz von Robert Oberfrank weiter erläutert. Kassenprüfer Stefan Dommer berichtet über die von ihm und Albert Frey durchgeführte Kassenprüfung und testierte eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung. Die anschließende Entlastung des Plenums wurde einstimmig erteilt. Danach berichteten die Obleute über Ihr Referat bzw. Veranstaltungen. Erich Haas zum Thema "Schießen", Lorenz Büchele zur Hundeausbildung, Robert Oberfrank zur Jägerausbildung und (in Abwesenheit von Sebastian Färber) zum Thema "Sicherheit". Waldemar Kalchgruber nahme zur Thematik Hege, Natur- und Tierschutz Stellung. Nahm ausdrücklich nochmals den Faden zu "Wir sind keine Schädlingsbekämpfer" auf und veranschaulichte Missstände  beim Vegetationsgutachten bzw. bei dessen statistischen Erhebung. Auch die Entwicklung der Wildunfälle, beim Greening und das Thema "Bleifreiwahnsinn" wurde von ihm aufgegriffen. Ulrike Brauner berichtete über gewesene und anstehende Aktivitäten der "engagierten Jägerinnen.

Dann schritt die Versammlung zu den dieses Jahr anstehenden Wahlen.
Die Wahl der Kassenprüfer wurde vom Vorsitzenden Oberfrank selbst "durchgezogen". Hier wurden Albert Frey und Stefan Dommer einstimmig für die nächsten vier Jahre in ihrem Amt bestätigt. Den Wahlvorgang des Vorstandes übernahm Stefan Dommer. Joachim Jüttner (Schriftführer), Ulrike Brauner (Schatzmeisterin), Albert Reiner (stellv. Vorsitzender) und Robert Oberfrank (Vorsitzender) stellten sich zur Wiederwahl und wurden alle wieder einstimmig gewählt. Nach dem Wahlvorgang übernahm wieder Robert Oberfrank die "Amtsgeschäfte" und ließ die Versammlung über die Verwendung der gespeicherten Daten gemäß "Datenschutzgrundverordnung" durch den Vorstand abstimmen. Er bedankte sich herzlich bei allen, die zum Gelingen des Jahres 2017 beitrugen, die die der Organisation der Trophäenschau und Jahreshauptversammlung mitwirkten und wünschte zum Abschluss bzw. zur aufgehenden Bockjagd allen Anwesenden viel "Waidmanns Heil
".

 

R.O.