Wichtiger Hinweis zum Forstlichen Gutachten:

Achtung: Frostschäden vom Frühjahr 2017

 

 

Bei mehreren Aufnahmen zum Vegetationsgutachten musste festgestellt werden, dass beim Edellaubholz, insbesondere beim Bergahorn, der Terminaltrieb in erheblichem Maße geschädigt ist. Vieles deutet auf Verbiss hin. Nahezu alle dieser Schädigungen sind jedoch Frostschäden.

Diese Schäden sind der Tatsache geschuldet ist, dass in Bayern im letzten Frühjahr (März/April 2017) über einen längeren Zeitraum von ca. 4 Wochen eine Wärmeperiode mit Tageshöchsttemperaturen über 20 Grad Celsius geherrscht hatten. In diesem Zeitraum haben nahezu sämtliche Laubbäume angetrieben und Triebe von bis zu 20 cm geschoben. Anschließend kam es zu einem einwöchigen Temperatursturz mit Nachtemperaturen unter dem Gefrierpunkt. In diesem Zeitraum sind nahezu alle frisch angeschobenen Triebe abgefroren. (Der teilweise Totalverlust der Obsternte hat nahezu alle Obstbauern getroffen und insb. die Bodenseeregion war tagelang in der Presse vertreten).

Schadbild: Vertrockneter, dunkel bis schwarz gefärbter Terminaltrieb (Frost und Trockenschäden weisen das gleiche Schadbild auf, da bei beiden Schädigungen den Pflanzen das Wasser entzogen wurde.). Das Schadbild (Vertrocknung) immer bis zum Terminalknoten des Vorjahres. Der Terminaltrieb ist in der Regel abgebrochen, da er nicht verholzt war. Vereinzelt, insbesondere bei sehr kurzen Trieben, kommt es vor, dass der vertrocknete Trieb noch vorhanden ist und nur die letztjährige Knospe fehlt (Fotos im Anhang).

Leider wird diese Tatsache von einigen aufnehmenden Beamten nicht anerkannt und Schalenwildverbiss aufgenommen. Trockene Triebe sind gemäß Aufnahmeanweisung nicht einem Schädiger zuordenbar und demzufolge ist die Pflanze als nicht verbissen aufzunehmen.

 

R.O.