Information an die BJV-Mitgliedsvereine

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vorsitzende,

noch 99 Tage bis Lindau……

 

Der BJV Umbau geht weiter – die Reformer arbeiten engagiert, mit ersten guten Erfolgen – fachliche Themen bekommen immer mehr Gewicht.

Transparenz über das gegenwärtige Geschehen in unserem Verband und aktuelle Neuigkeiten für Sie als Mitglied waren noch nie so wichtig wie heute. Daran erinnere ich mich, zusammen mit unserem hochmotivierten Team, tagtäglich bei der intensiven Arbeit im BJV. Daran erinnern Sie, die Mitglieder, mich in den Einzelgesprächen. Um den Verband zukunftsfähig zu machen, untersuchen wir die Versäumnisse der Vergangenheit und schaffen Regeln. Es geht voran!

Gerade in Schrobenhausen haben Sie als Delegierte nicht nur mir gegenüber eine klare Sprache gewählt. Einzelheiten hier aufzuzählen wird mir zu schnell als Schuldzuweisung an andere ausgelegt. Selbstverständlich war ich Teil des Präsidiums und bin damit auch in der Verantwortung. Aus den Fehlern habe ich gelernt – heute würde ich manches anders machen, auch wenn vieles durch die damals bestehenden Regeln nicht machbar war. Deshalb ändern wir das seit der Neuwahl in Veitshöchheim in vielerlei Hinsicht! Gerade der Umgang mit den Versäumnissen der Vergangenheit ist ein geeigneter Weg, die Zukunft besser zu gestalten.

Sie alle wissen, dass ich mich seit 17 Jahren engagiert für unseren Verband einsetze.

§  mit fachlicher Kompetenz als Wildbiologe

§  mit einem gut funktionierenden Netzwerk als Regierungsbezirksvorsitzender, als Kreisgruppenvorsitzender, als Stadt- und Kreisrat

§  ich kenne die Abläufe im BJV

§  ich kenne die Kolleginnen und Kollegen

§  Jagd und Wild haben für mich höchsten Stellenwert,

§  die Arbeit für die Kreisgruppen und Vereine haben oberste Priorität.

 

Mit all den Erfahrungen, auch in diesem begonnenen Reformprozess, stehe ich für

§  Transparenz

§  Offenheit,

§  demokratische Führung

§  Teamarbeit

§  Erhöhung des fachlichen Inputs,

§  starke Gewichtung der Interessen der Kreisvereine und

§  eine größere Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements in der Region.

Das ist der Auftrag, den Sie uns aus Schrobenhausen mitgegeben haben. Die Reform läuft, die Reformer arbeiten mit vollem Einsatz daran.

 

Das Personenkarussell nimmt Fahrt auf

In den letzten Tagen wurde mehrfach in den Medien über die Nachfolge für das Amt des Präsidenten berichtet.  Bisher sind drei Kandidaten gesetzt, Robert Pollner, Staatssekretär Roland Weigert und Thomas werden sich in Lindau zur Wahl stellen. Es ist im Sinne eines demokratischen Systems, dass sich mehrere Kandidaten für dieses außergewöhnliche und anspruchsvolle Amt bewerben. 

Natürlich ist es wichtig, alle Kandidaten und Inhalte zu kennen, um sich als Delegierter und als Mitglied ein Bild zu machen. Daher werden wir in der „Jagd in Bayern“ und auf unserer Homepage den Kandidaten die Möglichkeit einräumen, sich vorzustellen.

In der Zeit bis Lindau aber muss der BJV vorrangig seine fachlichen Aufgaben weiter wahrnehmen und die vielen anstehenden Herausforderungen meistern. Es darf nicht passieren, dass wir uns nur noch mit uns selbst beschäftigen und die Fachlichkeit auf der Strecke bleibt!

 

 

 

 

Denn ein starker BJV ist jetzt vielerorts gefordert, die Interessen der Jäger und der Jagd mit Nachdruck zu vertreten:

 

§  Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat den BJV eingeladen zum Informationsaustausch über das Forschungsprojekt „Integrales Schalenwildmanagement im Bergwald“. Ziel dieses Managementplans ist es, ein Gleichgewicht zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft, den Lebensansprüchen der Wildtiere und der Leistungsfähigkeit des Ökosystems herzustellen. Jetzt wurden zwei neue Untersuchungsbausteine in Angriff genommen: Untersucht werden soll der Witterungseinfluss auf das Schalenwild im Bergwald und das Raum-Zeit-Verhalten der Gams. Eines ist sicher, das Projekt kann sehr wohl einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über das Schalenwildmanagement im Bergwald leisten.  Erste Ergebnisse werden Ende 2020 erwartet.

§  Der Nationalpark Berchtesgaden geht im Bereich des Schalenwildmanagements weiter voran und bindet alle Beteiligten ein. Der BJV ist regional mit Hans Berger, dem Vorsitzenden der KG Berchtesgaden, und überregional mit Thomas Schreder dabei und kämpft für die Interessen des Wildes.

§   Wieder neu aufgenommen wurde der Kontakt zur „Veolia Stiftung“, die sich mit artenreichen mehrjährigen Blühflächen zur Energiegewinnung beschäftigt und die Zusammenarbeit mit dem BJV sucht. Angedacht wurde ein gemeinsames Projekt in Wunsiedel, unter Einbindung der Landesjagdschule und der politischen Mandatsträger vor Ort. Dort soll sozusagen „Bunte Biomasse“ als Rohstoff für die Biogasanlage liefert und gleichzeitig wertvoller Lebensraum für unsere Wildtiere geschaffen werden.

§  Prof. Hartmut Wunderatsch und Frank Wagner vom Jagdkynologischen Arbeitskreis trafen sich mit Staatssekretär Eck zum Thema Saugatter. Diskutiert wurden Möglichkeiten, wie der Bayerische Staat den Betrieb der bayerischen Sauübungsgatter besser unterstützen kann.

§  Gleichzeitig läuft seit einigen Monaten auch der Jagdkurs in Theorie und Praxis für Abgeordnete und Gäste unter der Leitung von Thomas Schreder und mit Unterstützung durch Egbert Urbach, den Leiter der Landesjagdschule. Ziel ist es, möglichst viele Abgeordnete mit der Jagd vertraut zu machen, damit sie später auch in Ihren Entscheidungen für die Jagd eintreten. 

 

Auch auf der politischen Bühne standen wichtige Themen an:

§  Der Bundestag hat ein neues Waffenrecht beschlossen. Wir haben in vielen Gesprächen in Berlin und Bayern für die Interessen der Jägerinnen und Jäger gekämpft. Teilweise erfolgreich, teilweise sind unsere Anliegen nicht umgesetzt worden. Was das neue Waffenrecht für uns Jäger bedeutet, finden Sie im Anhang unter „Neues Waffenrecht“ und ausführlich in der kommenden „Jagd in Bayern“.

§  Die ASP, die Afrikanische Schweinepest, ist mittlerweile in Westpolen angekommen. Die Experten sind sich sicher, dass die Seuche trotz aller Vorsichtsmaßnahmen irgendwann an irgendeinem Ort auch in Deutschland Einzug halten wird. Für einen solchen Ernstfall muss alles gut vorbereitet sein. Deshalb hat das zuständige Umweltministerium den BJV um Unterstützung gebeten.  Es geht um die freiwillige Kadaversuche im Seuchenfall.  Im Anhang finden Sie dazu nähere Informationen unter „Neues zur ASP“. Und ein Musteranschreiben, um Freiwillige zu gewinnen unter „Neues zur ASP_Musterbrief“.

§  Derzeit beginnt die Kartierung zu den überregionalen Stromtrassen. Alle Kreisgruppen, die davon betroffen sind, finden Informationen dazu im Anhang unter „Stromtrasse“.

 

Und dann noch ein wichtiger Terminhinweis, den Sie bitte an Ihre Mitglieder weitergeben:

Die Jungen Jäger Bayern – das Nachwuchsforum des BJV und Sprachrohr für alle Grünröcke zwischen 16 und 40 Jahren – laden wieder ein zum Landestreffen. Am 25. Januar im „Haus der Jäger“ in Neuburg an der Donau. Die Einladung dazu finden Sie im Anhang unter „Junge Jäger Bayern“. Bitte informieren Sie Ihren Jägernachwuchs. Es ist ein spannendes Programm geboten. 

 

Schließlich noch ein Hinweis in eigener Sache:

Tierfotos über piclease für die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisgruppen und Jägervereine.

Bitte beachten Sie, dass die piclease-Bilder nur für die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisgruppen und Jägervereine zur Verfügung stehen, nicht für die private Nutzung. Das heißt, den Zugang zu piclease bekommen nur die Kreisgruppenvorsitzenden oder stellvertretend die mit der Pressearbeit betrauten Mitglieder. Wenn Sie also einen Zugang zu piclease beantragen, bitten wir Sie, Ihre Berechtigung zum Ausdruck zu bringen. Ansprechpartner für den piclease-Zugang: Ulrike Kay-Blum, Tel.: 089 / 990234-36,
E-Mail: kay-blum.wildland@jagd-bayern.de.

 

 

Frohe Weihnachten und einen ruhigen schönen Jahreswechsel

Mit Waidmannsheil

 

Thomas Schreder