Informationsbrief des Bayerischen Jagdverbandes  zur ASP

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

das Landratsamt Miltenberg hatte sich vor dem Hintergrund der ASP-Geschehnisse in unseren Nachbarländern Belgien und Polen Anfang Mai mit einem Informationsschreiben an die örtliche Jägerschaft gewandt. Es muss befürchtet werden, dass die Afrikanische Schweinepest aufgrund der bedrohlichen Nähe der ASP-Ausbrüche bei unseren Nachbarn auch in Deutschland ausbrechen wird.

Dies ist auch für jeden Jäger / jede Jägerin in Bayern interessant!

Viele Grüße

Jagdverband Donauwörth

Vorstand

 

 

1. Afrikanische Schweinepest

 

Die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) ist eine hochansteckende Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. Die Übertragung des Erregers findet entweder direkt von Schwein zu Schwein statt, v.a. durch Aufnahme von Blut oder über Aas infizierter Schweine, oder indirekt durch Verschleppung des Virus. Dies geschieht durch kontaminierte Gegenstande und durch Produkte aus virushaltigem Schweinefleisch, die nicht durchgegart wurden. Das Virus bleibt auch in gefrorenem, geräucherten oder gepökelten Fleisch- und Wurstwaren sehr lange infektiös. So kann die Seuche innerhalb kürzester Zeit über weite Strecken verbreitet werden.

 

2. Warum werden besonders die Jäger angesprochen?

 

Für die Prävention und Früherkennung der ASP ist es wichtig, dass alle betroffenen Personen gut informiert und vorbereitet sind. Dies gilt in allererster Linie für die Jägerschaft, denn sie wird durch ihre „Nähe“ zum Schwarzwild wahrscheinlich zuerst einen Ausbruch der ASP bemerken. Außerdem sind die Jäger mit den Gegebenheiten vor Ort am besten vertrautDas Beispiel „Tschechien“  zeigt, dass nur dann eine Chance besteht, einen Seuchenausbruch erfolgreich einzudämmen, wenn der Ausbruch unmittelbar bemerkt wird und sofort die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. In Belgien wurde der Ausbruch anscheinend erst nach Monaten bekannt, bis dahin konnte sich die Seuche ungehindert in der Population verbreiten.

 

 

3. Was kann die Jägerschaft beitragen, um das Risiko einer Einschleppung zu reduzieren?

 

a) Reduktion des Wildschweinbestandes im Rahmen der weidgerechten Jagdausübung

 

Zur Unterstützung der Jagdausübung bezahlt der Freistaat auch für im Jagdjahr 2018/2019 erlegte Frischlinge, Überlauferbachen und Bachen, die nicht für die Aufzucht von Jungtieren nötig sind, eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Die Auszahlungsabwicklung erfolgt wie im letzten Jahr über den Bayerischen Jagdverband.

 

b) Hygienemaßnahmen bei der Schwarzwildjagd

 

Es wird empfohlen, die anfallenden Schwarzwildaufbrüche schon jetzt so zu entsorgen, dass Wild- und Hausschweine damit nicht in Kontakt kommen können. Schwarzwild-Aufbruch, Speiseabfälle, Schlachtreste haben an einer Kirrung nichts verloren. Gegenstände, die mit

erlegten Wildschweinen in Berührung gekommen sind, vor allem wenn sie Blutkontakt hatten, sollen sorgfältig gereinigt werden (z.BMesser, Transporthilfen etc.). Jäger, die auch Schweinehalter sind oder sonstigen Kontakt zu schweinehaltenden Betrieben haben, sollten nach Wildschweinkontakt besondere Vorsicht walten lassen und Bestände erst nach erfolgten Hygienemaßnahmen (z.B. Duschen, Umkleiden) betreten.

c) Jagdreisen

 

Auf Jagdreisen in von ASP betroffenen Gebieten sollte im Interesse des heimischen Wildbestandes verzichtet werden. Sollten sich Jäger dennoch dafür entscheiden, so sind unbedingt Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um das Virus nicht einzuschleppen:

z. B.     - keine Verwendung des eigenen Fahrzeugs auf der Jagdreise

            - gründliche Reinigung von Kleidung (Waschen mit Waschmittel bei 60°)

            - gründliche Reinigung und Desinfektion des Schuhwerks

            - gründliche Reinigung und Desinfektion der Ausrüstung, die mit Blut oder den Tieren in Berührung gekommen ist

            - kein Mitbringen von Trophäen

            - kein Mitbringen von Fleisch-/ Wurstprodukten

→ Das Merkblatt des Bundesministeriums zur Prävention bei Jagdreisen ist zu finden unter

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/ASP-Jaeger.pdf

 

 

4. Auffinden verendeter Wildschweine: was ist zu tun, solange die Seuche noch nicht festgestellt worden ist („Friedenszeit“)?

 

Bei der ASP-Bekämpfung ist die frühzeitige Erkennung eines Seuchengeschehens von essentieller Bedeutung. Die Untersuchung tot aufgefundener Wildschweine ist dabei eine wichtige Säule.

 

a) Fund eines toten oder verletzten Tieres OHNE Seuchenverdacht, z.B. Tiere mit erkennbaren Verletzungen, Verdacht auf Verkehrsunfall etc.

Entsorgung wie üblich („gemeinwohlvertraglich“). Bei diesen Tieren ist eine Untersuchung auf ASP im Rahmen des bekannten „Überwachungsprogrammes“ (Passives Monitoring, sog. Totfund-Monitoring) sinnvoll. Zu diesem Zweck soll eine Bluttupfer- bzw. Organprobe entnommen und mit dem ausgefülltem Untersuchungsantrag (auch auf der Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu finden) im Veterinäramt abgegeben werden.

 

b) Fund sonstiger Wildschweinkadaver:  Bitte entnehmen Sie in jedem Fall eine Probe mit den vom Veterinäramt ausgegebenen Tupferprobenröhrchen, bringen diese ins Veterinäramt und melden dort den Fund. Eine Bergung und Entsorgung solcher Kadaver durch den Revierinhaber wird als sinnvoll angesehen, sofern dies hygienisch einwandfrei möglich ist. ( z.B. nicht zu großer Kadaver, der in einem auslaufsicheren Behältnis/Sack transportiert werden kann). Ist dies nicht möglich, weil das Tier z.B. zu groß oder zu stark verwest ist, so dass die Gefahr besteht, organisches Material und damit möglicherweise vorhandenes Virus zu verbreiten, empfiehlt das Veterinäramt, den Kadaver vor Ort zu lassen und die Fundstelle zu kennzeichnen und den Kadaver nach Möglichkeit zu „sichern“. Das Veterinäramt entscheidet und organisiert dann das weitere Vorgehen.

 

Für die Probenahme und -abgabe im Rahmen des „Totfund-Monitorings“ wird eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro über den Bayerischen Jagdverband ausbezahlt. (Der Antrag auf Auszahlung ist auch über die Homepage des BJV unter www.jagd-bayern.de zu beziehen.)

 

Sollte ein dringender Seuchenverdacht vorliegen, z.B. Fund mehrerer toter Wildschweine oder besondere Merkmale bei erlegten Stücken, dann informieren Sie bitte umgehend das Veterinäramt bzw. außerhalb der Dienstzeiten die Polizei! Diese wird die Behörde verständigen, die die weiteren Schritte veranlasst. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche! Bereits der Verdacht verpflichtet Sie zu einer Anzeige.

 

 

5. Mitteilung eines Kadaverfundes

 

Nur wenn der Fundort eines Kadavers bekannt ist, können bei einem ASP-Nachweis angemessene Maßnahmen festgelegt werden, d.h. die Bestimmung des genauen Fundortes ist essentiell! Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Bitte markieren Sie den Fundort und ermitteln Sie die Geodaten mittels Smartphone (BJVdigital) oder GPS-GerätDa es verschiedene Koordinatensysteme gibt, geben Sie bitte auch an, welche Art von Koordinaten sie übermitteln, z.B. UTM oder GK 3, GK 4 etc.

 

Nutzen Sie das vom BJV entwickelte einfach zu bedienende digitale Schwarzwildmonitoring-Programm –BJVdigital- auch zur „Markierung“ von Fallwild.

Ermitteln Sie über Ihr Handy mit GPS-Funktion direkt im Wald Ihren Standort und dokumentieren Sie die Koordinaten oder machen sie einen Screenshot der Anzeige (sofern man Empfang hat).

 

Im Nachgang anhand von Kartenmaterial: Sowohl Google Maps als auch der Bayernatlas bieten gute Karten anhand derer die Koordinaten abgefragt werden können. Im Bayernatlas sind auch viele kleinere Gewässer erfasst, weshalb diese Karten sich auch zur Organisation der Fallwildsuche eignen. Suchen Sie in der entsprechenden Vergrößerung den Fundort möglichst genau, über Mausklick auf der rechten Maustaste bekommen Sie die Koordinaten angezeigt.

 

Auch über die „Tierfund-App“ des Tierfund-Katasters des DJV (www.tierfund-kataster.de) ist es möglich, Wildunfälle sowie „andere“ Totfunde zu erfassen. Die App erkennt automatisch den Standort und fragt die relevanten Daten ab.

 

Neben dem genauen Fundort ist auch der Verwesungsgrad der Kadaver für das weitere Vorgehen bedeutend. Daher bitten wir Sie, bei jedem gefundenen Wildschwein den Verwesungsgrad zu dokumentieren. Einfach und schnell lassen sich der Fundort sowie der Verwesungsgrad mit einigen Übersichtsaufnahmen mit dem Handy erfassen. Dies kann auch für ein ggf. später zum Einsatz kommendes Bergeteam hilfreich sein (erleichtert das Auffinden, Wahl der Ausrüstung…..).

 

 

6. Erlegen eines gesunden Wildschweines

 

Es sind keine weiteren Maßnahmen zu den oben angeführten Hygienemaßnahmen erforderlich.

Nach wie vor werden Blutproben (Aktives Monitoring, sog. Jagdmonitoring) gesund erlegter Wildschweine (sowie Hausschweine) auf Antikörper gegen das Virus der Klassischen Schweinepest (KSP) sowie Antikörper gegen das Aujeszky-Virus (AK) auf Landkreisebene untersucht. Hier stehen die Veterinärämter mit der Jägerschaft in Kontakt.

 

 

7. Aufspüren eines offensichtlich kranken Wildschweines

 

Sie erlegen das Tier und verfahren wie unter 4b). Bei der ASP treten nicht immer die „verdächtigen“  Symptome auf, die einen ersten Hinweis auf diese Seuche geben. In der Regel sind die Tiere jedoch offensichtlich schwer krank, haben hohes Fieber und verlieren den Anschluss an die Rotte. Fast 100 % der erkrankten Tiere verenden innerhalb weniger Tage.

Infolge des Fiebers suchen die Tiere Kühlung, sodass ihre Kadaver daher oft im Bereich von Suhlen, Bachläufen gefunden werden. Zögern Sie bitte nicht, Ihren Verdacht umgehend anzuzeigen!

 

Die genaue Diagnose kann letztlich nur mit einer Laboruntersuchung gestellt werden.

 

 

8. Wie können Sie sich auf den Ausbruch der ASP vorbereiten?

 

Speichern Sie Kontaktdaten der örtlichen Polizeidienststelle und des Veterinäramtes auf Ihrem Mobiltelefon.

 

Sinnvoll ist eine Ergänzung Ihrer Jagdausrüstung mit

- Einmalhandschuhen,

- einer Reinigungs- und Desinfektionslösung,

- Markierungshilfen für die Fundstelle ( z.B. Flatterband, Farbspray),

- einige stabile und auslaufsichere Müllsacke,

- ggf. ein „Verstänkerungsmittel“, um Aasfresser abzuhalten

 

Achten Sie bei Ihren Reviergängen vor allem auf Bereiche, in denen sich kranke Wildschweine bevorzugt aufhalten würden, also feuchte, kühle Bereiche an Wasserläufen, Teichen etc. Hier wird man im Seuchenfall auch verstärkt die Kadaversuche durchführen.

 

 

9. Nachfolgend schildert das Veterinäramt Miltenberg das geplante Vorgehen im Landkreis Miltenberg im Fall eines bestätigten Ausbruchs der ASP.

 

Für eine erfolgreiche Eindämmung des Seuchengeschehens ist der Zeitpunkt der Feststellung maßgeblich. Wird ein Seucheneintrag rechtzeitig entdeckt, können effektivere und weit mehr schadenbegrenzende  Maßnahmen getroffen werden, als wenn die Kadaver erst Monate später gefunden werden und sich der Erreger höchstwahrscheinlich bereits in der Wildtierpopulation ausgebreitet hat und räumlich viel weiter „verstreut“ ist.

 

Ziel muss sein, das Abwandern infizierter Tiere zu verhindern und alle seuchenverdächtigen Wildschweine zu entnehmen und zu beseitigen. Das Handeln der Behörden hat auch immer den Zweck, eine Ausbreitung der Seuche und ein Übergreifen in Hausschweinehaltungen zu verhindern und den Erreger in der Wildschweinepopulation auszurotten.

 

Die Grundlagen für das Vorgehen sind im Tiergesundheitsgesetz und in der Schweinepestverordnung festgelegt. Ausführungen hierzu bietet der Rahmenplan des BayStMUV zur Bekämpfung der ASP.

(https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/rahmenplan.htm)

Wird durch das nationale Referenzlabor der Nachweis der ASP beim Wildschwein bestätigt, stellt das zuständige Landratsamt den Ausbruch der ASP beim Wildschwein fest. Dann sind folgende erste Maßnahmen vorgesehen:

 

a) Kontaktaufnahme und Instruktion der Jagdausübungsberechtigten

b) Information aller Betroffenen und der Öffentlichkeit.

c) Einsetzen einer bayerischen Sachverständigengruppe durch das StMUV. Diese besteht aus Tierärzten, Jägern, Wildbiologen und Epidemiologen.

d) Festlegung des  gefährdeten Gebietes und der  Pufferzone durch die Regierung. Die zuständige Behörde muss deren Größe entsprechend den Vor- Ort-Gegebenheiten und den epidemiologischen Erkenntnissen festlegen (Anhaltspunkt:  gefährdetes Gebiet mit einem Radius von 15 km und die Pufferzone mit einem Radius von etwa 45 km um den Fundort)

e) Unverzüglicher Beginn der Kadaversuche im gefährdeten Gebiet. Anhand der dadurch gewonnenen Erkenntnisse wird über die Errichtung einer Kernzone und die Möglichkeiten einer Einzäunung entschieden.

f) Bejagung: In diesen begrenzten Bezirken herrscht vorübergehend Jagdruhe, damit potentiell infizierte Tiere nicht veranlasst werden, abzuwandern. Nachfolgend wird die Reduktion des gesamten Wildschweinbestandes versucht werden. Es können weitere Maßnahmen wie Ernteverbote, Betretungsverbote etc. angeordnet werden.

g) Fallwildsuche: Sie wird vom Landratsamt unter Einbeziehung der örtlichen Jager organisiert. Die beteiligten Personen werden geschult. Die Suche findet mit oder ohne Hunde, in Gruppen oder auch einzeln statt, es können Wildkameras, u.U. auch Drohnen zu Hilfe genommen werden.

Schweinehalter oder Personen, die mit Hausschweinen zu tun haben, dürfen sich an der Suche nicht beteiligen.

h) Bergung der Kadaver: Sie findet ausschließlich durch geschultes Personal (z.B. Gemeindemitarbeiter) statt und wird vom Landratsamt organisiert (Suchen und Bergen sollen von getrennten Gruppen vorgenommen werden).

 

10. Maßnahmen, die bisher in Miltenberg getroffen wurden.  Diese wurden bereits oder werden sehr wahrscheinlich auch in anderen Landkreisen Bayerns umgesetzt.

 

a) Bildung eines Arbeitskreises zur Abstimmung zwischen Veterinäramt, Ordnungsamt, Unterer Jagdbehörde, Jägerschaft, Katastrophenschutz und Gemeinde(n)

b) Monitoring gesund erlegter sowie verendeter Wildschweine (inklusive Unfallwild)

c) Einrichtung von Konfiskatsammelstellen

d) „Umfunktionierung“ der Sammelstelle in Miltenberg im Seuchenfall als zentrale Verwahrstelle

e) Abstimmung weiterer möglicher Standorte zusätzlicher Verwahrstellen mit den Gemeinden, verteilt über den ganzen Landkreis Miltenberg

f) Bereitstellung  zusätzlicher Kühlzellen, die nach Bedarf an unterschiedlichen Standorten aufgestellt werden können.

g) Versand von Probenahmematerial (z.B. Tupferprobenröhrchen) an die Hegeringleiter durch das Veterinäramt mit der Bitte, dieses an die Revierinhaber zu verteilen.

h) Hinterlegung von Probenahmematerial und Untersuchungsanträgen in den Konfiskatsammelstellen und den Trichinenuntersuchungsstellen

i) Beratungen mit Firmen bezüglich Zäunung

j) Abfrage und Benennung von Bergepersonal bei den Gemeinden

k) Bereitstellung eines zur Bergung von Kadavern ausgelegten PKW-Anhängers

l) Vorbereitung eines kompletten Bergesets, das auf diesem Anhänger einsatzbereit zur Verfügung stehen wird.

m) Test der landkreiseigenen Drohne hinsichtlich ihrer Einsatztauglichkeit bei einem Ausbruch

n) Bereitstellung von geeigneten Desinfektionsmitteln für Materialien sowie gelöschtem Kalk zur „Desinfektion“ der Fundstellen

o) Bereitstellung eines kleinen Bergesets an den Konfiskatsammelstellen zur Nutzung durch Jäger in „Friedenszeiten“.

 

 

11. Mit folgenden Worten wendet sich das Landratsamt Miltenberg an die örtlichen Jäger und bittet sie um Mitwirkung.

 

Wenn Sie sich „seelisch und moralisch“ auf den Tag X vorbereiten möchten, dann betrachten Sie Ihr Revier doch mal „durch die Brille der ASP- Bekämpfung“:

- Welche Größe des Wildschweinbestandes vermuten Sie?

- Welche Rottenbewegungen sind bekannt?

- Wo sind Wildwechsel und Einstände?

- Gibt es natürliche und künstliche Grenzen?

- Wo würden Sie Zaune errichten?

- Wo sind Suhlen, Bachlaufe, Tümpel etc.?

- Wo würden Sie nach Kadavern suchen?

- Wer kennt das Revier gut genug, um bei der Suche zu helfen?

- Haben Sie alle Kontaktdaten Ihrer Mitjäger?

- Geht jemand von Ihnen auf Jagdreisen?

- …...

 

Bei der Prävention und insbesondere für die Früherkennung eines Seuchenausbruchs sind die Jäger die wichtigsten Ansprechpartner für die Behörde. Nur wenn Auffälligkeiten sofort erkannt und angezeigt werden, besteht die Chance, frühzeitig reagieren zu können und im Ernstfall entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

 

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Friedrich- Loeffler- Institutes (FLI)-Bundesinstitut für Tiergesundheit: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/.