Bericht über die außerordentliche Delegiertenversammlung,

26.10.2019 in Schrobenhausen

 

Geschlossen, ja fast schon harmonisch präsentierte sich der Bayerische Jagdverband anlässlich der heutigen Delegiertenversammlung (zumindest nach außen). Auch zeigte man Geschlossenheit bei allen zur Abstimmung vorgelegten, fast einstimmig gefassten Beschlüssen. Ebenso war durchaus eine Stimmung der Entschlossenheit zu spüren.

Mit den Worten: "das jagdliche Bayern schaut auf das was heute passiert - eröffnete Vizepräsident Thomas Schreder die außerordentliche Delegiertenversammlung. "Schreder rettet - was zu retten ist, sei heute in der Zeitung zu lesen" - hier fügte er hinzu: "... aber auch nur das, was gerettet werden muss."
Nach dem Bericht von Schatzmeisterin Mechtild Maurer über Finanzlage, Jahresabschluss und Wirtschaftsprüfung wurden kritische Stimmen laut. Hier zeigte sich, dass die Wahrnehmung dieser Themen doch sehr sehr unterschiedlich von den Anwesenden aufgenommen und interpretiert wird. Wenn z.B. die Schatzmeisterin von "zwei Fehlbuchungen" (vor ihrer Zeit - über jeweils 200.000 Euro) berichtet, die nachträglich zu einem Haushaltsminus führten. Auch die Entlassung des Wirtschaftsprüfers (durch den Präsidenten und den Justitiar des BJV / ohne Mandat) stimmt einen nachdenklich. Die Erstellung des Jahresabschlusses 2018 ist immer noch nicht möglich, da es in einigen Sachfragen noch keine juristische Antwort gibt und die Unterlagen bei der Staatsanwaltschaft verweilen.  Nach eingehender Diskussion wurde nach der Mittagspause ein sogenannter "Befriedungsbeschluss" (s. Anlage) von Herrn Vizepräsident Thomas Schreder verlesen. Dieser hat zum Inhalt, dass Präsident Vocke seine Ämter bis zum nächsten Landesjägertag in Lindau am 28.3.2020 ruhen lässt. Ebenfalls zu diesem Datum tritt das Präsidium geschlossen zurück und macht den Weg für Neuwahlen frei. Dieses Datum gilt dann als Startschuss für einen personellen Neuanfang. Daraufhin wurden fast alle, der 49 eingereichten Anträge zur Tagesordnung zurückgezogen. Tief blicken, bzw. interpretierbar sind Aussagen, dass seit Oktober !! "man" wesentlich mehr kooperiert, konstruktiver zusammenarbeitet, mehr miteinander spricht und sich mehr vertraut. Auch sei man in der Verwaltung des BJV gelöster, es wehe ein frischer Wind und eine Aufbruchstimmung sei spürbar.

Einstimmig bzw. fast einstimmig (mit ein paar Gegenstimmen) wurde beschlossen:

- Die Aussetzung des Jahresempfangs 2020
- der vorgelegte Befriedungsbeschluss
- sowie der (nicht zurück gezogene Antrag des Jagdverbandes Donauwörth!) auf "umfassende Aufklärung" sämtlicher Sachverhalte

Thomas Schreder schloss gegen 16 Uhr die Veranstaltung mit einem großen Waidmanns Dank für die sachliche Diskussion der Anwesenden und mit der Bitte bzw. dem Versprechen von Transparenz und Aufklärung zum Wohle der Jagd und unseres Wildes.


Robert Oberfrank
(Trotz des Versuchs einer objektiven Darstellung, gibt dieser Bericht zu einem gewissen Teil die Wahrnehmung bzw. Meinung des Verfassers wieder)


https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayerischer-jagdverband-plant-kompletten-personellen-neuanfang,Rg1Du43/#showComments

 

 

R.O.