Fälle von Staupe bei Füchsen

 

 


Kamen im Frühjahr Fälle von Staupe in Mittelfranken vor, so wurde nun diese tödliche Viruserkrankung bei einem Fuchs im nördlichen Landkreis Donau-Ries nachgewiesen. 

 

Staupe ist eine für den Menschen ungefährliche Viruserkrankung. Bei Hunden und hundeartigen Tieren, wie z. B. Füchsen, kann diese jedoch zu schweren, meist tödlich verlaufenden Infektionserkrankungen führen.

 

Die Übertragung des Erregers erfolgt in der Regel durch direkten Tierkontakt. Infektionsgefahr besteht z.B. für Hunde, die etwa im Rahmen der Jagd Berührung mit Füchsen haben, bzw. Hunde von Spaziergängern, die Kontakt zu Kadavern oder Wildtieren aufnehmen, berichten die beiden Jägervorstände Albert Reiner und Robert Oberfrank vom Jagdverband Donauwörth.

 

Zu erkennen sind infizierte (Wild-) Tiere an ähnlichen Anzeichen wie bei einer Tollwuterkrankung. Das Virus schädigt beim erkrankten Tier vor allem das Atem-, Verdauungs- und Nervensystem. Sie haben Lähmungserscheinungen oder Krämpfe und verlieren die Scheu vor dem Menschen. Tote Tiere sollen nicht – oder nur mit Schutzvorkehrungen – berührt werden. Im Gegensatz zur Tollwut ist die Staupe für den Menschen ungefährlich. Für Hunde verläuft die Viruserkrankung jedoch meistens tödlich.

 

 

Hundehalter sollten unbedingt auf ihre Hunde achtgeben. Allen Hundehaltern, insbesondere Jägern mit Hunden, werden folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

 

·         Keinen verhaltensauffälligen oder verendeten Fuchs ohne ausreichend Hygienemaßnahmen (Handschuhe, Mundschutz) anfassen.

 

·         Hunde, insbesondere in unübersichtlichem Gelände, z. B. umgeben von Hecken, Buschwerk usw., unbedingt an die Leine nehmen.

 

·         Der eigene Hund sollte gegen die Staupe geimpft sein, die Grundimmunisierung ist regelmäßig aufzufrischen. Im Zweifel gibt der niedergelassene Tierarzt nach einem Blick in den Impfpass darüber Auskunft, ob der Impfschutz erneuert werden muss.

 

 

 R.O.