Nachtzieltechnik in Bayern

 


In Bayern konnten Jäger mit hohen Schwarzwildvorkommen bisher nach einer Beauftragung Nachtsichtvor- und -aufsatzgeräte verwenden. Die Verwaltungspraxis wurde mit Veröffentlichung des Dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes nun angepasst.

Zwar bleiben „künstliche Lichtquellen, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles oder Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen oder für Schusswaffen bestimmt sind“ weiterhin jagdrechtlich verboten, jedoch kann die untere Jagdbehörden dieses Verbot aus besonderen Gründen einschränken. Als besonderer Grund gilt demnach das „Vorkommen von Schwarzwild“.

 

Zu der Frage, wie ein "Vorkommen" genauer definiert sei, gab das Bayerische Landwirtschaftsministerium gegenüber der Redaktion an, dass die fachliche Bewertung der Anträge der zuständigen Unteren Jagdbehörde obliege.

 

(Dies ist auch nach wie vor die Regelung in unserem Landkreis!)


weiterlesen unter:

https://www.jagderleben.de/news/nachtsichttechnik-freigabe-bayern-erleichtert-711593

bzw.

https://wildundhund.de/bayern-genehmigung-fuer-nachsichtvorsatzgeraete-erleichtert/


Hier das "Originalschreiben" des Ministeriums:

https://www.jagderleben.de/sites/default/files/2020-03/STMI_240220_Nachtsichtgerät.pdf



Mailverkehr Sandra Langner/LRA Donau-Ries/Untere Jagdbehörde im Mai 2020


Sehr geehrter Herr Oberfrank,
 
entsprechende Anträge auf Nachtzieltechnik liegen uns vor und werden geprüft. Eine Allgemeinverfügung wird nicht erlassen; das richtige Mittel der Wahl wäre eine Rechtsverordnung des StMELF, um eine einheitliche Rechtsanwendung in Bayern sicherzustellen. Aber anscheinend ist dies nicht beabsichtigt.
 
 
Freundliche Grüße,
Sandra Langner
 


R.O.