Erste Tendenzen:

Schwarzwildstrecken im Jagdjahr 2019/2020

wieder auf sehr hohem Niveau

 



Mit BJVdigital können wir heute schon erste Tendenzen über die Schwarzwildstrecke im Jagdjahr 2019/20 abschätzen, lange bevor die offiziellen Streckenlisten ausgewertet sind. BJVdigital kommt dabei auf Grund der Auswertungen zu einem Streckenergebnis von schätzungsweise plus/minus 89.000 Stück Schwarzwild. Das würde eine Zunahme der Schwarzwildstrecke im Vergleich zum Vorjahr von + 27,5 %

bedeuten.

 

·         Der Großteil der Schwarzwildstrecke wird bayernweit über die „Ansitzjagd“ mit ca. 60-70% erlegt.

 

·         In kleinteiliger Betrachtung und regionalspezifisch kann in größeren Wald- Revier-Komplexen oder Staatsforstgebieten der Streckenteil mehr hin zur Jagdart „Bewegungsjagd“ tendieren.

 

·         Ein starker Anstieg bei der „Pirsch“ erlegter Sauen ist ersichtlich, vermutlich wegen den neuen Regelungen bzgl. Nachtsicht- und Nachzieltechnik.

 

·         Allgemein sind die Streckenanteile bei Drück- und Bewegungsjagden im Gesamtblick eher leicht bis mittel rückgängig, da die Saison weniger ergiebig war als im Rekordjahr 2017/18. Trotzdem wurden regionalspezifisch jedoch auch sehr erfolgreiche Bewegungsjagden vermerkt, was die Anteile im Vergleich zum Vorjahr 2018/19 wieder neutralisiert.

 

·         Die Streckenanteile bei Erntejagden sind leicht zum Vorjahr gestiegen, vermutlich wegen vermehrten Drohneneinsatz bei der Bejagung und Kontrolle der Felder bevor eine Jagd stattfindet.

 

·         Es fanden so gut wie keine Drückjagden nach Schnellfall bzw. Kreisen statt, weil es keinen Schnee gab.

·         Verkehrsunfälle und Fallwild sind grundsätzlich im Vergleich zu den Vorjahren prozentual nicht wesentlich verändert.

 

·         Die Frischlingsabschüsse haben sich prozentual leicht verbessert.

 

·         Die Wildschäden sind ebenfalls im Rahmen geblieben und überwiegend an Wiesenflächen, Mais und Getreide vorgekommen.

 

 

Hinweis:

 

Diese Angaben sind ohne absolute Gewähr, da es sich um eine Kurz- und Stichproben-Analyse unserer Datensätze handelt. Jedoch können damit Trendwerte aus unseren erfassten Daten aufgezeigt werden. Zudem können die Angaben je nach Region, Biogeographie und Bedingungen vor Ort unterschiedlich sein. Allerdings haben sich unsere Datensätze in der Vergangenheit in der Rückschau mit den amtlichen Streckenzahlen stets relativ passend angenähert.