Jagdwilderei und Abtrennung des Hauptes durch unbekannten Täter



Monheim OT Itzing - Der Jagdpächter eines Reviers bei Itzing wurde am 07.12.2020 von Waldarbeitern darauf aufmerksam gemacht, dass ein verunstaltetes, totes Reh am Wegesrand liegen würde.

 

Der Waidmann stellte vor Ort fest, dass es sich um einen mehrjährigen Bock mit abgetrenntem Haupt handelte, der zuvor stark im Wildbret gestanden hatte. Rehböcke unterliegen aktuell einer Schonzeit gemäß den Jagdgesetzen. Da zudem Jagdwilderei in Frage kam, informierte der Jäger die zuständige Donauwörther Polizei.

 

Vor Ort konnte von einem fachkundigen Beamten festgestellt werden, dass im Nahbereich um den Auffindeort keinerlei zum Stück führende Blutspuren vorhanden waren. Das abgetrennte Haupt konnte trotz Suche nicht entdeckt werden. Jedoch wurde nach dem Aufbrechen vor Ort eine Schussverletzung im Bereich des Herzens festgestellt, welche augenscheinlich zum Tod führte.

 

Die Tatzeit kann vom 05.12.2020, 16.00 Uhr bis zum 07.12.2020, 00.00 Uhr eingegrenzt werden.

 

Polizeilicherseits wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren - momentan gegen Unbekannt - wegen Verdachts auf Jagdwilderei, Erlegen von Wild trotz Schonzeit und einem Verstoß gegen das Bayerische Abfallwirtschaftsgesetz aufgenommen.

 

Etwaige Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0906/706670 mit der Polizeiinspektion Donauwörth in Verbindung zu setzen.
(PI Donauwörth)