Austausch mit Nachsuchenführern

 

 

 

Zu einen Erfahrungs- und Informationsaustausch mit den Nachsuchenführern Doris Guggenberger und Erwin Leinfelder trafen sich die beiden Jagdverbandsvorstände Albert Reiner und Robert Oberfrank.


Man war sich einig: Der Umgang mit der Nachsuche zeigt viel über Charakter und Ethik eines Jägers/einer Jägerin. Geprägt war die Unterhaltung auch von der Verantwortung des Schützen bei der Schussabgabe und das Empfinden und Leiden des Wildes, wenn es nicht tödlich getroffen wird. Erwin Leinfelder berichtete von allein 20 Nachsuchen in der kürzeren Vergangenheit, wo zuerst mit einer Wärmebildkamera versucht wurde eine erfolgreiche Nachsuche durchzuführen. Dies ist zeitnah auf sehr kurzer Distanz wohl möglich, jedoch Wie im WuH-Sonderheft 56 - Nachtjagd vom Autor dargestellt wird: "Der Einsatz von Technik ist kein Allheilmittel". Hier berichtet der Autor, dass eine Nachsuche auf der Schweißfährte bereits nach ca. 20 Minuten nach dem Schuss so gut wie nicht mehr möglich ist. Wenn man sich nicht sicher ist, ist es im Zweifelsfall immer besser, um eine Nachsuche zu bitten, als dass Wild leiden muss oder es verludert. Denken Sie daran - ein Hund hat andere Möglichkeiten. Das Riechen des Hundes ist ein sehr komplexes Unterfangen. Allein von den Riechzellen (bis zu 250 Millionen) übertrifft ein Hund das "Riechvermögen" eines Menschen um das 50fache. Die Riechschleimhaut eines Hundes ist ungefähr 30 mal größer als die des Menschen. Und - ein Hund bei der "Riecharbeit" / beim "Schnüffeln" atmet ca. 300 mal in der Minute ein und aus. Dies insgesamt steigert den Faktor des Riechvermögens eines Hundes im Vergleich zum Menschen um ein "Mehrhundertfaches".

 

R.O.