Meine ersten 8 Monate als Jungjäger



 


 
Heute blicke ich auf meine ersten 8 Monate im Jägerleben zurück. Es gibt so viele unglaublich schöne Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen, an die ich dabei denke. Es fängt schon beim Jagdkurs an. Wir waren eine wirklich tolle Truppe. Jeder hat an einem Strang gezogen. Wir haben uns gegenseitig geholfen, zusammen online gelernt und so bestanden wir alle sofort die Prüfung und konnten mit großer Freude und einem demütigen Stolz unseren Jagdschein in Händen halten. Der Kurs fand über den Jagdverband Donauwörth statt.

 

Spannend und interessant war der Einkauf der Waffen und aller nötigen Utensilien. Aufregend waren natürlich die ersten Jagderfolge: ein Stück Rehwild, dann mehrere Rehe, ein Wildschwein, ein Fuchs, ein Hase und Enten, die Bestückung der Kirrungen usw. Niemals hätte ich gedacht, dass mich jemals etwas so fesseln wird wie die Jagd.

 

Highlight in meinem bisherigen Jägerleben war aber mit Sicherheit die Erlegung des ersten Stückes Schwarzwildes Ende Oktober 2021 - gleich beim ersten Nachtansitz. Ich kam vom Trichinenkurs in der Bäldleschwaige nach Hause - sternenklarer Himmel und kurz nach Vollmond, also perfekte Bedingungen um es auch ohne Nachtsichttechnik mal zu probieren. Kurz nach 23 Uhr setzte ich mich in die Kanzel an der Kirrung. Es war eiskalt. Der Wind blies mir ins Gesicht und ich stellte mich innerlich schon auf eine sehr lange Nacht ein. Nach gerade einmal 15 Minuten krächzte ein Kautz, danach lautes Rascheln über einen längeren Zeitraum ganz in der Nähe, dann das erste Grunzen (Gänsehaut, ich wusste es müssen Sauen sein) und schließlich kamen sie raus -> zielstrebig in Richtung Kirrung & meiner Kanzel. Es war eine Rotte mit vier Überläufern. Ich nahm so leise wie ich nur konnte meine Büchse, drehte am Zielfernrohr/Leuchtpunkt, zielte aufs Blatt und schoss. Obwohl es ein perfekter Lungenschuss war, lief die Sau noch einige Meter in die Dickung zurück. Nach kurzer Suche mit Taschen- und Stirnlampe konnten wir sie jedoch relativ schnell finden. Es war eine Überläuferbache mit aufgebrochen 36 kg. Ich komme heute noch ins Schwärmen, dieses erste Stück Schwarzwild… Diesen Abend werde ich wohl nie vergessen.

 

Waidmannsheil euch allen und liebe Grüße,

 

euer Fabian Pfefferer aus Monheim